Lack und Leder Dessous

Gehören auch Sie zur Zielgruppe ?

Zählen auch Sie zu den 59% der zwischen 35- und 44-jährigen Deutschen, die laut Konsumforschung gern mit Sexspielzeug, am liebsten mit Dessous, experimentieren ? Oder können Sie sich des Eindrucks nicht erwehren, dass alle anderen mehr und besseren Sex haben als Sie selbst ? Wenn Sie eine dieser beiden Fragen mit Ja beantworten haben, dann empfehlen wir den nachfolgenden Artikel über Lack-Dessous Ihrer besonderen Aufmerksamkeit. Aber auch wenn Sie nicht zu der oben genannten Zielgruppe gehören und sich Routine und Langeweile noch nicht in Ihrem Bett breitgemacht haben, kann es nicht schaden, sich einmal über diese reizenden Kleidungsstückchen informieren zu lassen.

Kurioses über Dessous im Altertum

Obwohl "Unterwäsche" bereits bei den alten Ägyptern in Gebrauch war und es auch schon eine Art Wonder-Bra im antiken Griechenland gab, beginnen wir unser kleines Dessous-Brevier bei den alten Römern. Noch nicht aus glänzend-glattem Material konzipiert, aber wohl eines der ältesten Dessous-Teile überhaupt ist vermutlich das "Subligaculum". Dabei handelte es sich um eine Art Unterhose, welche die antike Römerin unter ihrer Tunika trug. Ob die alten Römer diese Frühform "heißer Höschen" bereits als "erotisierend" empfunden haben, ist leider nicht überliefert. O tempora, o mores ! Wie hätte der Moralapostel Cicero wohl reagiert, wenn er schon damals geahnt hätte, wie aufregend und freizügig es heutzutage "unten rum" zugeht.

Die "unaussprechlichen" Beinkleider

Noch um 1900 traute sich niemand das Wort "Beinkleider" in den Mund zu nehmen. Die Moralvorstellungen einer bürgerlichen Gesellschaft ließen lediglich die Umschreibung "die Unaussprechlichen" zu. Zu Zeiten unserer Urgroßeltern war es verpönt und galt als ausgesprochenes Armutszeugnis, wenn das zum Trocknen auf die Leine gehängt wurde, was man / frau drunter trug. Wenn heute Unterwäsche in Nachbars Garten baumelt, entlockt uns dies noch nicht einmal mehr ein müdes Lächeln, zumal sich die gegenwärtige Unterwäschemode im Vergleich zu Urgroßmutters "Liebestötern" so gar nicht als Großsegel eignet.

Freie Fahrt in eine enttabuisierte Zone

Was noch bis Ende der 50er-Jahre des vorigen Jahrhunderts mit Tabus belegt war, ist im Zuge sexueller Revolution und weiblich-männlicher Emanzipationsbewegung nach und nach selbstverständlich geworden. Sex und Erotik sind inzwischen freizügiger denn je. Wir gehen zu Sex-Messen, besuchen Swinger-Clubs, veran-stalten Dessous-Partys, heiraten gleichgeschlechtliche PartnerInnen. Halbnackte Körper in Lack und Leder zucken zu Techno-Beat auf der Love-Parade. Beim Christopher Street Day demonstrieren sexuelle Minder-heiten in zum Teil bizarren Lack- und Lederverkleidungen weltweit für ihre Rechte. Schwule und Lesben zeigen neues Selbstbewusstsein, gehören sie neben der Unterhaltungsbranche inzwischen auch in der Politik zum gesellschaftlichen Establishment. Selbst im ansonsten so prüden Amerika gibt es eine Lingerie-Football-League, die sich eines millionenfachen Publikums erfreut. Und im sexfortschrittlichen Schweden gibt es Sexspielzeug inzwischen in Apotheken zu kaufen. Wen schockt da noch das Thema "Lack-Dessous" ?

Lust und Frust in deutschen Betten

Sex ist allgegenwärtig geworden. Ohne Sex läuft - fast - nichts mehr. Und schon geben immer mehr Zeitgenossen an, dass ihre Beziehungen unter Routine und Langeweile im Bett leiden. Sie suchen deshalb nach Auswegen und neuen Kicks und experimentieren mit "Sexspielzeug", wobei die meistgekauften Produkte - wie gesagt - "Reizwäscheartikel" sein sollen.

Quellen: http://www.erotik-store.eu/ und http://www.dessous-shopverzeichnis.de